We're rotten fruit - We're damaged goods - What the hell we've got nothing more to lose - One gust and we will probably crumble - We're backdrifters

Sonntag, 26. April 2009

Dokumentointi: avoinna kuningatar

[Dokumenation: Die geöffnete Königin]

Raisöbörischt Tail Zwa:

Samstag, 11.4.

In Stockholm.
Christin: Die Königin hat nur bis drei offen!
Also. Wir sind spät aufgestanden. Obwohl die Königin so früh zu macht.
Also. Nach einem gemeinsamen Frühstück sind wir dann endlich einmal aufgebrochen.
Also. Zum Palast.

Von Södermalm in die Gamla Stan - ein weiter Weg.

Auf dem Weg, Dario musste sich noch einen Kaffee bei 7-eleven kaufen, wobei man anmerken muss, dass dieser Laden das mit der Latte doch sehr ernst nimmt, machten wir, Dario durch heiße Milch verzückt, einen Abstecher zu Katarinahissen. Dort machten wir einige Aufnahmen, die ihr hier bewundern könnt:





"Definitive Finnen."

"Eine Gursky'sche Vorahnung"




Dann mussten wir weiter, Christin wurde ungeduldig, denn die Königin würde bald ihre Pforten schließen. Also gingen wir schleunigst - husch, husch! - durch die Altstadt.

"Otto Pankki - sexy Schwede"


"Die Bussen kommen."

Endlich - Das Ziel erreicht. Gamla!
Hoch die Häuser, schmal die Gassen.

"Fliegende Taube."



"Laterne."


"Nicht gamla."

"Kaum kommen die Bussen, ist auch Farbror Sam da."

Dann war Christin die Königin, die zum Glück noch offen war, besuchen und die anderen zwei Strolche lümmelten in der Sonne herum und trieben allerlei Schabernack mit der Kamera.



"Suomalainen Kirkko."


"Engel - es tut uns leid."

Das war genug Rumgelümmele, eine Beschäftigung musste her. Und etwas zu trinken. Zum Glück gibt's ja immer 7-elven. Dachte man sich so. War aber nicht so. Es war ein langer, steiniger Weg!

Nachdem erfolgreichen Besuch bei 7-eleven und nur einer leichten Verspätung, trafen wir wieder mit Christin zusammen. Obwohl die Königin so offen gewesen war, hatte sich die Weggefährtin noch nicht an allem heiligen, royalen Besichtigungsstätten sattgesehen.

"Ja, ne? Baum."

Was soll man da sagen - den Hunden ihre Bäume, den Menschen ihre Cafés und so suchten wir dann auch eins auf. Mitten in der uns so liebgewordenen Altstadt.

Das liebliche Café hatte in der Vorzeit als Gefängnis gedient und sah auch so aus. Die Atmosphäre! Sehr charmant.
Gestärkt, jedenfalls halbwegs, denn Christin hatte immer noch kein Eis, machten wir uns also auf den Weg zu unserem neusten Ziel: Moderna Museet, dem Museum für zeitgenössische Kunst.


"Noch lacht sie."

"Wo geht's denn hier raus - das böse Labyrinth der Altstadt.
Sackgassen!"


So der Altstadt entronnen, mussten wir natürlich erstmal eine Pause machen. Und Christin bekam ihr Eis. Das ist wichtig!
Und dann wurde das bunte Treiben an der Promenade sorgfältig dokumentiert. (Danke, Josefina! Und danke, Dario!)

"Es wurde gelesen."

"Es wurde geschaut."

"Es wurde gezerrt."

"Es wurde gelacht."

"Es wurde genackert."

"Es wurde gesammelt."

"Es wurde geruht."

"Es wurde gechillt."

"Es wurde geredet."

"Es wurde geschwärzt."

Dann ereichten wir Skeppsholmen, eine Insel voller wundervoller Museen. Dario und Josefina jauchzen vor Glück, sie sind im Himmel. Christin ist skeptisch, die unbekannte Materie macht ihr Angst. Oder so was ähnliches.
Christin: Gursky. Wer ist das überhaupt? Und wovon macht der Fotos? Und warum macht der Fotos?
"Ute serviert."

Dann betraten Josefina und Dario, ohne Christin, das Museum. Das ist eine Lüge, Christin war mit im Museum und sah den anderen beiden beim Eintrittskartenkauf zu. Und die Taschen wurden eingesperrt (weg mit den Biestern!). Aber dann ging's - nun tatsächlich ohne Christin - in die Austellung.

Die Ausstellung. Was soll man sagen, es war viel. Viele Werke, die nicht gerade hinreißend, aber doch gut präsentiert waren. Vielleicht noch vielmehr gut sortiert. Altes neben Neuen - unprätentiöses neben schlichtem. So bevor man sich rufen hörte: "Gursky raus aus dem Ferrari!", dachte man an Gursky auf dem Fahrrad. Gursky am Flughafen. In Düsseldorf. Heimat in Stockholm. Komisch irgendwie, aber gut.

"Nach dem Museum ist vor dem Museum."

Nach unserem erfreulichen Aufenthalt im Museum fanden wir uns wieder mit Christin zusammen. Auf Grund unserer Erfahrung vom Vortag und einem doch über den Tag herangewachsenen Hungers, versuchten wir einen (noch geöffneten) Supermarkt zu finden. War jetzt nicht so einfach. Stattdesssen liefen wir entgeistert durch die Straßen und Gassen Stockholms.
Zum Glück des Lesers sind auch diese Momente festgehalten:



"Lagebesprechung mit Zigarette."





"Is there a Lidl somewhere?"







"Das traurige Ende."

Kein Lidl, aber ein McDonald's, welches gerade im Begriff war zu schließen.
Das musste reichen für's erste. Auch wenn es so schien, als müsste Ostern dieses Jahr ohne Ostereier und Hasen auskommen.
Unsere Beine, obschon müde, trugen uns dennoch über die Schwelle eines kleinen Kaufgeschäftes, welches man mit optimistischen Charakter doch als Supermarkt bezeichnen könnte, gerade als wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten. Aber auch hier: keine Ostersachen. Eine Tragödie!
Am Ende wurde dann übrigens doch noch ein Lidl gefunden, der schon zu war, aber angeblich am Sonntag geöffnet sein sollte. Die Hoffnung stieg also wieder ins unermessliche.

Und so fielen wir dann, todmüde, aber überglücklich, in unseren wohlverdienten Schlaf,
Josefina und Dario