karmashuffle revisited

We're rotten fruit - We're damaged goods - What the hell we've got nothing more to lose - One gust and we will probably crumble - We're backdrifters

Samstag, 9. Mai 2009

Välkehtiä

[Glimmen]

Meine Damen und Herren, liebe Kinder, liebe Renter.

Passable Länder, allesamt. *rummms*
Fischpastete wohin man sieht.

Am ersten Mai zweitausendneun, einem wundervollen, sonnigen Freitag, machten wir uns auf in die Ferne.
Estland! Tallinn. Dort waren wir dann zwei wundervolle, sonnige Tage und drei wundervolle, schattige Nächte. Am Montagmorgen fuhren wir wieder und es war zu früh um zu erkennen, ob es ein wundervoller, sonniger Tag werden wurde. (Anm. d. Ver.: Der Tag war wundervoll und sonnig, um mal jede Spannung zu zerstören.)

Viel wurde gesehen, viel erlebt, aber wenig über das man in einem wundervollen, fliessenden Text berichten könnte.
Deswegen begnügen wir uns mit ulkigen Anekdoten, die wir zu Bildern erzählen können.
Das muss eure gierige Seele befriedigen!

Hm, ja. Das ist Samstagfrüh in der Altstadt von Tallinn. Ein wundervolles, weißes Haus. Es steht da schon seit vielen, vielen Jahren. (Könnte jetzt sicherlich bessere Anekdoten erzählen als das hier!)

Die römisch-katholische Kathedrale von Peter-Paul. Ich kann estnisch! Ähm, ja. Das ist immer noch in der Altstadt.
Dario erzählt jetzt einen Schwank: Ich habe eine Hose aus Stahl. Ritsch, ratsch, Sonntagbrötchen. Ich erhebe Einspruch! Kopfgeburt.

Café. Dann Streit.

Anderes Café, welches in der Zukunft auch noch einige Male aufgesucht wurde. Guter Tee, gutes Huhn, viel Wind.

Zwei Fenschter, fei dufte.
Töfte und knorke in einem.

Hoch die Häuser, schmal die Gassen.
Wie in Stockholm, nur in schöner.

Kirsche.

Da um die Ecke, da war 'n Buchladen, das weiß ich noch.
Wir sind einige Male daran vorbei gelaufen, weil wir zu viel gelaufen sind.
Und Tee haben wir getrunken, Tee, Tee und Tee.

Suomi! Stürmt die Festung!

Auf dem Weg nach Toompea, auch wenn's das nicht mehr gibt. Macht uns nichts, wir gehen trotzdem hin.

Alexander-Newski-Kathedrale.

Retrofuturism.

Da waren wir ganz oben auf dem Berg, der da mitten in der Altstadt steht und haben auf den Rest hinunter geschaut. Das niedere Volk.

Das Weltkulturerbe bricht zusammen, da sollte mal jemand was tun.

Das stützt die These. (Stützen - zusammenbrechen - haha.)

Zwei Leitern und Möwe.
Wir sind immer noch auf dem Berch und rennen dort herum.

Ein Ritter, ein Ehrwürdiger.

Alte Häuser in schief.

Der Mann, der weinte.
Souvenirladenerlebnisse.

Eine Schornsteinkomposition.
Die eine Schuhkompositon verursachte.
Das Ergebnis kann man allerdings nicht sehen, weil es miserabel ist.

Das ist am Sonntag. (Samstagabend haben wir das Kunstmuseum gesehen, von außen! Und die Russen und deren Behausungen!)
Auf dem Bild ist der Kadriorgpalast von dem großen Peter.

Normales Wohnhaus von dem kleinen Peter.

Soll ich was dazu schreiben? Daneben hing Werbung für Versace, das weiß ich wohl noch.
Da waren wir auf dem Rückweg von Kadriorg, wir liefen und liefen. Wieder in die Altstadt zurück.
Um mehr Tee zu trinken.

Da waren wir nun wieder in der Altstadt. Alexander-Newski-Kathedrale, Teil II.
Das ist voll oben auf dem Berg!

Am Rathausplatz. Das rechts ist dann auch tatsächlich das Rathaus.

Balken. (Stützen - zusammenbrechen - haha.)

Grün und rot.

Schon wieder wie Stockholm, schon wieder schöner.

Stadt von oben.

Geld von oben.

So war das.
Mit uns in Tallinn.

Josefina und Dario.

Mittwoch, 6. Mai 2009

Nakki napinläpikukassa

[Knackwürstchen im Knopfloch]

Raisöbörischt Tail Dra:

Sonntag, 12.4

In Stockholm.
Kurz und bündig - an diesem Tage haben wir wenig erlebt. Wir sind spät aufgestanden.
Dann sind wir zu der geöffneten Königin gegangen, damit Christin die Schätze anschauen konnte.

"Ein Seher."

Während Christin also mit der Königin noch einen Tee trank, besuchten wir diesmal tatsächlich die Finnische Kirche. Also so mit reingehen und so. Voll cool und so. Weil von drinnen ist der Finnenchor nach außen gedrungen. Also die Stimmen und so. Voll cool und so. Aber haben wir uns getraut die Tür aufzumachen? Nein! (Soll heißen, wir habens gerade mal in den Eingangsbereich geschafft und standen dann verschämt darum.)
Dafür sind wir Die Treppe hochgegangen voller Hoffnung auf einen undurchlöcherten Christus. Aber unsere Erwartungen wurden enttäuscht. Wir fanden uns in dem nicht sehr geräumigen, dafür aber sehr finnischem Abstellraum wieder.
Dann gingen wir Die Treppe wieder hinunter. Nicht zu letzt weil die Finnischen Chorstimmen verstummt waren. Was war passiert? Wie spannend! Alles weitere erfahren wir in der nächsten Sendung.

"Durch einen tropfenden Wasserhahn fließen pro Stunde 0,5–1 l, etwa 1 Schnapsglas pro Minute"

"Im Gegensatz zur landläufigen Meinung verursacht das aber keine Kosten beim Endverbraucher, da die Durchflussmenge zu gering ist, um vom häuslichen Wasserzähler erfasst zu werden."

"Die Kosten treffen ihn dennoch – indirekt, weil das Wasserwerk die zusätzliche Trinkwassermenge bereitstellen muss und die Kosten auf die Verbraucher umlegt."

"Das Volk soll jubeln."

Wie man sieht haben wir Christin in der Kirche wiedergefunden. Oder sie uns. Oder Finnland hat uns geeint. Man weiß es nicht.
Glücklich verließen wir die Heilige Stätte und machten uns auf die Welt zu erobern durch die alte Altstadt zu rennen. (Für den unsinnigen Verbrauch von der Durchstreichenfunktion!)

"Kaka."

"Karten kaufen. Haha."

Wir waren im Café. Dort schrieben wir Karten. Und aßen. Und gingen wieder. Wohin?
Den ausgetretenen, von einer Vielzahl von Touristen (und Terroristen) erschlossenen Pfad der Gerechtigkeit, der gesäumt von einer großen Menge an Spielhöllen und Grünanlagen ist - aber keinerlei Toiletten für den müden Wandernden bereithält.

Keine Toiletten, aber dafür McDonalds. Der Pfad der Gerechtigkeit ist ein seltsames Pflaster.
Jedenfalls, wir haben was gegessen. Und waren genervt. Vielleicht war auch nur die kleine Josefina genervt. Was dazu führte, dass sie die (vermeintliche) Hässlichkeit von Stockholm dokumentarisch festhalten musste. (Wir haben nicht langsam alle mal den Eindruck, dass wir an dem Tag das Gleiche wie gestern gemacht habe, oder? Nein!)
























Gute Nacht.
Wir sind böse mit euch.
Josefina und Dario

Sonntag, 26. April 2009

Dokumentointi: avoinna kuningatar

[Dokumenation: Die geöffnete Königin]

Raisöbörischt Tail Zwa:

Samstag, 11.4.

In Stockholm.
Christin: Die Königin hat nur bis drei offen!
Also. Wir sind spät aufgestanden. Obwohl die Königin so früh zu macht.
Also. Nach einem gemeinsamen Frühstück sind wir dann endlich einmal aufgebrochen.
Also. Zum Palast.

Von Södermalm in die Gamla Stan - ein weiter Weg.

Auf dem Weg, Dario musste sich noch einen Kaffee bei 7-eleven kaufen, wobei man anmerken muss, dass dieser Laden das mit der Latte doch sehr ernst nimmt, machten wir, Dario durch heiße Milch verzückt, einen Abstecher zu Katarinahissen. Dort machten wir einige Aufnahmen, die ihr hier bewundern könnt:





"Definitive Finnen."

"Eine Gursky'sche Vorahnung"




Dann mussten wir weiter, Christin wurde ungeduldig, denn die Königin würde bald ihre Pforten schließen. Also gingen wir schleunigst - husch, husch! - durch die Altstadt.

"Otto Pankki - sexy Schwede"


"Die Bussen kommen."

Endlich - Das Ziel erreicht. Gamla!
Hoch die Häuser, schmal die Gassen.

"Fliegende Taube."



"Laterne."


"Nicht gamla."

"Kaum kommen die Bussen, ist auch Farbror Sam da."

Dann war Christin die Königin, die zum Glück noch offen war, besuchen und die anderen zwei Strolche lümmelten in der Sonne herum und trieben allerlei Schabernack mit der Kamera.



"Suomalainen Kirkko."


"Engel - es tut uns leid."

Das war genug Rumgelümmele, eine Beschäftigung musste her. Und etwas zu trinken. Zum Glück gibt's ja immer 7-elven. Dachte man sich so. War aber nicht so. Es war ein langer, steiniger Weg!

Nachdem erfolgreichen Besuch bei 7-eleven und nur einer leichten Verspätung, trafen wir wieder mit Christin zusammen. Obwohl die Königin so offen gewesen war, hatte sich die Weggefährtin noch nicht an allem heiligen, royalen Besichtigungsstätten sattgesehen.

"Ja, ne? Baum."

Was soll man da sagen - den Hunden ihre Bäume, den Menschen ihre Cafés und so suchten wir dann auch eins auf. Mitten in der uns so liebgewordenen Altstadt.

Das liebliche Café hatte in der Vorzeit als Gefängnis gedient und sah auch so aus. Die Atmosphäre! Sehr charmant.
Gestärkt, jedenfalls halbwegs, denn Christin hatte immer noch kein Eis, machten wir uns also auf den Weg zu unserem neusten Ziel: Moderna Museet, dem Museum für zeitgenössische Kunst.


"Noch lacht sie."

"Wo geht's denn hier raus - das böse Labyrinth der Altstadt.
Sackgassen!"


So der Altstadt entronnen, mussten wir natürlich erstmal eine Pause machen. Und Christin bekam ihr Eis. Das ist wichtig!
Und dann wurde das bunte Treiben an der Promenade sorgfältig dokumentiert. (Danke, Josefina! Und danke, Dario!)

"Es wurde gelesen."

"Es wurde geschaut."

"Es wurde gezerrt."

"Es wurde gelacht."

"Es wurde genackert."

"Es wurde gesammelt."

"Es wurde geruht."

"Es wurde gechillt."

"Es wurde geredet."

"Es wurde geschwärzt."

Dann ereichten wir Skeppsholmen, eine Insel voller wundervoller Museen. Dario und Josefina jauchzen vor Glück, sie sind im Himmel. Christin ist skeptisch, die unbekannte Materie macht ihr Angst. Oder so was ähnliches.
Christin: Gursky. Wer ist das überhaupt? Und wovon macht der Fotos? Und warum macht der Fotos?
"Ute serviert."

Dann betraten Josefina und Dario, ohne Christin, das Museum. Das ist eine Lüge, Christin war mit im Museum und sah den anderen beiden beim Eintrittskartenkauf zu. Und die Taschen wurden eingesperrt (weg mit den Biestern!). Aber dann ging's - nun tatsächlich ohne Christin - in die Austellung.

Die Ausstellung. Was soll man sagen, es war viel. Viele Werke, die nicht gerade hinreißend, aber doch gut präsentiert waren. Vielleicht noch vielmehr gut sortiert. Altes neben Neuen - unprätentiöses neben schlichtem. So bevor man sich rufen hörte: "Gursky raus aus dem Ferrari!", dachte man an Gursky auf dem Fahrrad. Gursky am Flughafen. In Düsseldorf. Heimat in Stockholm. Komisch irgendwie, aber gut.

"Nach dem Museum ist vor dem Museum."

Nach unserem erfreulichen Aufenthalt im Museum fanden wir uns wieder mit Christin zusammen. Auf Grund unserer Erfahrung vom Vortag und einem doch über den Tag herangewachsenen Hungers, versuchten wir einen (noch geöffneten) Supermarkt zu finden. War jetzt nicht so einfach. Stattdesssen liefen wir entgeistert durch die Straßen und Gassen Stockholms.
Zum Glück des Lesers sind auch diese Momente festgehalten:



"Lagebesprechung mit Zigarette."





"Is there a Lidl somewhere?"







"Das traurige Ende."

Kein Lidl, aber ein McDonald's, welches gerade im Begriff war zu schließen.
Das musste reichen für's erste. Auch wenn es so schien, als müsste Ostern dieses Jahr ohne Ostereier und Hasen auskommen.
Unsere Beine, obschon müde, trugen uns dennoch über die Schwelle eines kleinen Kaufgeschäftes, welches man mit optimistischen Charakter doch als Supermarkt bezeichnen könnte, gerade als wir die Hoffnung schon aufgegeben hatten. Aber auch hier: keine Ostersachen. Eine Tragödie!
Am Ende wurde dann übrigens doch noch ein Lidl gefunden, der schon zu war, aber angeblich am Sonntag geöffnet sein sollte. Die Hoffnung stieg also wieder ins unermessliche.

Und so fielen wir dann, todmüde, aber überglücklich, in unseren wohlverdienten Schlaf,
Josefina und Dario

Samstag, 18. April 2009

Veneretki veriviljelyissä

[Bootsfahrt in der Blutprobe]
Kurz eine aktuelle Nachricht bevor's dann voll losgeht - mit dem, was die Welt schon immer lesen und sehen wollte.

Er erzählt das auch als schwarzes Kind einer weißen Mutter, das in einer völlig weißen Umgebung in Hamburg-Eppendorf aufwuchs, weil der Vater, ein Sudanese, die Familie früh verließ. Also als jemand, der in keiner schwarzen Community lebte und immer mit all den Zuschreibungen und Vorurteilen konfrontiert wurde, die mit einer dunklen Hautfarbe einhergehen. "Dis wo ich herkomm" beschreibt ein Land, für das Samy Deluxe sich nach einer Zeit in Amerika bewusst entschieden hat - und das er als seins begreift, weil er hier etwas machen kann. (Quelle)

Wir ignorieren jetzt einmal sämtliche Rechtschreibfehler und fragen uns einfach nur, was man uns da gerade mitteilen möchte. Und warum man dies auf eine so verkorkste Weise tun muss.
Raisöbörischt Tail Ain:

Wir sind nach Toijala gefahren. Mit dem Auto.
Wir sind nach Turku gefahren. Mit dem Zug.
Wir sind nach Stockholm gefahren. Mit dem Böötschen.

Donnerstag, 9.4.2009.

In Valkeakoski.
Schwerbepackt kämpft sich unser müder Held durch die segenreiche Mittagshitze Finnlands. Die Straße staubt, der Löwe brüllt, der Finne zecht. Wohin, wohin? Zum Treffpunkt. Der altbekannte Ort. Dritte Birke von links. Päiväkoti. Währenddessen kehrt unsere müde Heldin mit der einen Hand den Staub der Vergangenheit zusammen, an der anderen - Die Zukunft™. (Verschiedene Modelle jetzt lieferbar: Oskari®, Aleksanteri® oder Veikka®.)
Nun treffen unsere Helden - immer noch müde - endlich aufeinander, doch für Freude bleibt keine Zeit, denn die Kutsche naht. Mit 80 Pferdestärken setzt sich der doch sehr lange Zug in Bewegung. (Immer mit dabei: Die Zukunft™ Veikko® SEE - Diese Special Extended Edition beinhaltet die wahnsinnig futuristische Spider-Man-Aktionsfigur samt Motorrad plus einen einarmigen Rattenmenschen)
Doch auch für Die Zukunft™ bleibt keine Zeit, denn ein Bahnhof ist der endliche Markstein der Kutschfahrt.

In Toijala.
Hektisches Treiben, müde Helden, modernste Zahlweisen. Was heißt zwei Personen? Und wer ist das überhaupt? Solcher Fragen überdrüssig, steigen sie in den Zug nach Westen. Die Türen des Saloons fallen hinter ihnen zu. Für immer.

Im Zug.
Der Zug fährt geradeaus. Man sieht: Bäume, Wasser, Häuser, Straßen, Menschen, sich selbst als Spiegelung in der Fensterscheibe, seine Mitreisenden, den Kontrolleur, Schranken, Bahnschienen und dann - dann Apteekis und man weiß, Turku ist nah!

In Turku.
Fast übermannt von der anhaltenden Müdigkeit taumeln die Helden auf den Bahnsteig. Ein grüner Punkt erscheint am Horizont, es ist Christin. Voi herra!
Dario: Wie hieß nochmal das Schiff bei diesem schlimmen Fährunglück?
Christin: Meinst du Titanic?
Auf dem Böötschen.
Christin und Josefina: Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schööön.
Keine Kulis weit und breit, so schleppen sich die Helden, nun drei an der Zahl, Richtung Satama.
Die fürstliche und unsinkbare Fregatte Silja Line Europa sticht um 20:15 Uhr in See, mit Kurs auf ihr Ziel in der Ferne. An Bord dringen unsere Helden immer tiefer ins Bootsinnere vor. Ihr Ziel: Deck zwei (finn. kansi kaksi, schwed. Däck två), C-Kabinen, Nummern 2320 und 2324.
Nach einer kurzen Entdeckungsreise fallen unsere Helden dann in ihren wohlverdienten und auch wahnsinnig erholsamen Schlaf. Und haben Verständnis.


Nach dieser Nacht, die noch kürzer als die kurze Entdeckungsreise war, wird der Zielhafen sicher erreicht. Von Deck aus betrachten die Helden den Sonnenaufgang und lassen sich vom Volke zu jubeln.
Eine in der Tat sehr erholsame Nacht. Alle sind glücklich. Das wird eine spannende Reise für unsere Helden werden.







10.4.2009

In Stockholm.

Ankunft im Hafen von Stockholm, viel zu früh. Niemand weiß, wo die T-Bana, also die hochmoderne U-Bahn - nein, wir sagen nicht Metro!, fährt. (Schwedisch klingt manchmal noch bedepperter als finnisch, das müssen wir jetzt alle mal zugeben, sagt Josefina)
Wenn man sie dann doch mal findet, dann weiß man nicht, wie man bezahlen soll. Kronen sind komisch. Statt einem normalem Ticket bekommt man kleine Papierschnippsel (Josefina möchte eine ein ärzte-Zitat einwerfen, lässt es aber) mit 18- bzw. 9-Kronen-Einheiten. Dario muss mehr bezahlen, Josefina und Christin sind noch klein. Hot-Dog-Stände, wo diese Zettel gegen etwas sinnvolles eingetauscht werden können, sind nicht zu finden, also steigt man doch in die Bahn und entschwindet Richtung Innenstadt. Sieben Uhr Morgens am Karfreitag ist Stockholm leer. Sehr leer. (Klein-Josefina muss hier gerade total alleine tippen, weil Dario Kaffee (Tee?) kocht. Hmpf. - Er ist wieder da und es wird Tee.)
Nahrungssuche stellt sich auch in der Innenstadt als problematisch da, auch wenn erstmal voller Begeisterung (jaja, hauptsächlich von Josefinas Seite aus) ein Seven-Eleven gestürmt werden musste, der allerdings ohne auch nur irgendwas käuflich zu erwerben wieder verlassen wurde. Immerhin, man trifft bekannte Finnen vom Böötschen - Heimatgefühle, ahoi!
Weiteres Taumeln durch die so genannte Innenstadt mit dem schweren Gepäck. Weil Christins Bitte, ob sie doch bitte einmal ihren Seesack (unpraktisch, aber sehr cool) einschließen dürfte, einfach ignoriert wurde. (Warum wissen wir nicht mehr. Aber es tut uns Leid!)
Stockholm ist immer noch leer und geschlossen. Außer einem kleinen gallischem Dorf namens Eiscafé, welches eigentlich nicht mal Eis, aber dafür Kaffee, Kakao, Krabben und Schokolade verkauft. Und es hat W-Lan, mit einem sehr geheimen Passwort. (12345678)
Nachdem wir uns so gestärkt, also inzwischen fast sowas wie lebendig und wach, auf der Straße wiederfinden, ist diese immer noch vor allem eins: leer.
Danach wurde dann doch einmal das Flehen der Christin erhört, auf zum Bahnhof!

Und flink das Gepäck eingeschlossen und wieder hinaus in das hektische Treiben. Oder so ähnlich.

Auf der Suche nach dem Touristenbüro oder man kann auch mal konsequent in die falsche Richtung gehen.
Immerhin ist es warm, die Sonne scheint und schön ist es auch irgendwie.
Christin: Blumen!
"Knast."

"Knips."

"Kampfstiefel"

"Kleid."

"Josef K."








"Stürm!"








"Auf der Suche - die Genervtheit siegt."

"Trepp auf, Trepp ab."


"Morgens halb zehn in Stockholm.
Coca Cola."

"Das Frühstückchen."

Nach einer, wie es scheint, endlosen Suche, einer Menge sinnfreier Schritte und tiefgehender Gespräche
- Dario: Ich armer Thor, wo ist nur mein Kompass? Nun stehe ich hier und bin so klug als wie zuvor.
Christin: Was bringt einem das eigentlich, wenn man weiß, wo Norden ist? Wo ist dann Süden? -
erreichen wird dann endlich das Ziel unserer Träume, wahnsinnig aufregend, wahnsinnig spektakulär: Die Touristeninformation. Eine tolle Location, die Atmosphäre stimmt und wir haben alle die nötige Power!

"Dala-Pferdchen-Armee.
Marsch."

"Frau Kronor."

Nach dem dieses unsere Ziel erreicht wurde, machten wir uns auf den Weg. Wohin überhaupt?
Josefina: Pippi Langstrumpf! Ich will Pippi Langstrumpf sehen.
Christin: Heissa Hoppsassa.
Dario: Voi herra!
Demnach - auf zu Junibacken, im Stadtteil Djurgården. Voll am Wasser vorbei.
Wir hangeln uns von Bank zu Bank, von Pause zu Pause. (76 % der Zeit in Stockholm haben wir garantiert irgendwo sitzend verbracht - das Alter, das Alter!)
Sonne schön, Wasser schön, Menschen hässlich - so oder so ähnlich kann man unseren langen Weg sicherlich zusammenfassen.

"Christin sitzt."

"Dario sitzt."

"Volvo fährt."







"Liebe."

"DAS ist Kunst."





Ziel erreicht, hurra! Aber so ungestärkt kann niemand zu Pippi gehen, deswegen erst einmal eine wohlverdiente Mahlzeit. Natürlich im sitzen.

"Fish & chips."

"Alter Schwede."


"Voll gelb."


"Astrid Lindgren."


In Junibacken, wo nur Josefina und Christin drin waren, weil Dario sich einfach sträubte:

"Oho!"

"Klein-Ida am Fahnenmast."

"Die Brüder Löwenherz."


Nach diesem aufregendem Erlebnis, dessen Preis wir besser verschweigen, lagen wir so auf einer Wiese. In der Sonne. Dario war ganz begeistert, dass er ein Junibacken-Fähnchen bekommen hat.
Und so zogen wir dann weiter, zu Skansen. Mit einem blöden Objektiv an der Kamera.

"Boah, das ist meine Lieblingsstelle von der ganzen Mauer."



Im Skansen waren wir dann. Das größte Freilichtmuseum, das frei herumläuft. Und dann laufen da auch noch Leute drin rum! Sehr überfüllt und so. Und nicht so toll wie alle sagen. Das ist noch eine Lüge!

"Klonschaf Dolly I."

"Klonschaf Dolly II."

"Vohschél."

"Erschöpfung."

"Ricardo."


"Franco."


"Casillas."

"Björn."

"Caspar David Friedrich."

"Arnold."

Dann war Schicht im Schacht, die Füße taten weh, die Augen hatten sich satt gesehen, der Magen war leer.
Man denkt sich also so, man sollte was essen gehen. Man vergisst dabei, man ist in Stockholm und es gibt einfach nichts.
Ein Italiener war dann doch auffindbar und nicht bezahlbar, aber das macht doch nichts! Immerhin war's lecker.
Christin: Ich mag keine Shrimps. Ich habe noch nie Shrimps gegessen. Was sind Shrimps überhaupt? Leben die noch?
Zum Bahnhof, Sachen geholt, wieder in die T-Bana und Skanstull ausgestiegen, Stadtteil Södermalm. Zum Host, zu Robert! Da konnten wir schlafen, was wir auch taten.

Tschüss und bis zum nächsten Mal,
Josefina und Dario

Donnerstag, 2. April 2009

(the royal, the throne, the cry me a river)



Pissing in a river, watching it rise
Tattoo fingers shy away from me
Voices voices mesmerize
Voices voices beckoning sea
Come come come come back come back
Come back come back come back

Spoke of a wheel, tip of a spoon
Mouth of a cave, I'm a slave I'm free.
When are you coming ? Hope you come soon
Fingers, fingers encircling thee
Come come come come come come
Come come come come come come for me oh

My bowels are empty, excreting your soul
What more can I give you ? Baby I don't know
What more can I give you to make this thing grow?
Don't turn your back now, I'm talking to you

Should I pursue a path so twisted ?
Should I crawl defeated and gifted ?
Should I go the length of a river
[The royal, the throne, the cry me a river]
Everything I've done, I've done for you
Oh I give my life for you.
Every move I made I move to you,
And I came like a magnet for you now.

What about it, you're gonna leave me,
What about it, you don't need me,
What about it, I can't live without you,
What about it, I never doubted you
What about it ? What about it ?
What about it ? What about it ?

Should I pursue a path so twisted ?
Should I crawl defeated and gifted ?
Should I go the length of a river,
[The royal, the throne, the cry me a river]
What about it, what about it, what about it ?
Oh, I'm pissing in a river.

Freitag, 27. März 2009

Ich kann ihnen versichern dieser "Fehler" ist nicht kritisch ;)

Okay.
Das ist wieder mal geil.
Firma ruft an.
Nach dem Update an der Buchungssoftware, das ich durchgeführt habe, funktioniert zwar alles, aber beim Start von Windows erscheint eine Fehlermeldung.
Die Fehlermeldung:

Jeder der mal mit msconfig an seinem Windows herumgeschraubt hat, oder wie ich in dem Fall, das tool nur zur Verschaffung eines Überblicks der Dienste und Startprogramme genutzt hat, weiß, dass nach dem Reboot eine Meldung erscheint, die besagt, dass Änderung am System vorgenommen wurden. Ob man welche gesetzt hat oder nicht.

Jedenfalls ist das alles andere als ein Fehler, sondern nur eine Rückmeldung.

Aber dafür fahre ich gerne mal 1 std mit der Bahn dahin....

Gut ist zwar verständlich, dass die Angst haben, weil es ja um die Buchungssoftware ging, aber trotzdem. "argh...grummel"
Irgendwie ist es ja auch ein Fehler von mir, dass ich an diese Meldung nicht gedacht habe. Aber man lernt nie aus.

Donnerstag, 26. März 2009

Randstad - Amsterdam TEIL 1/2

Prelude:
Sollten wir den Japaner nehmen oder den Italiener?
Beide eigneten sich zum "hin nudeln", aber der Italiener schien günstiger.
Denn dieser Italiener frisst weniger.




SAMSTAG:
Eddy und ich haben ein tolles Frühstück, wobei wir die Couch von Ricardo, einem Mitbewohner von JudithTM, der mich freundlicherweise in seiner Abwesenheit bei ihm im Zimmer schlafen lässt, vollkommen vollkrümeln voll echt. Jedenfalls nach diesem opulenten Frühstück mit Piiiiindakaas und Pappkartonbrot, stehen wir auf und wollen uns eigentlich gleich wieder hinsetzen, so müde wie wir sind, aber wir gehen dann doch zum Auto (Natürlich ist auch Judith mit dabei, alleine schon für dreckige Witze während der Fahrt) und plotten den Kurs zum Kamillehof. Mir wird ein wenig schlecht wenn ich so früh an Kamillentee denke, aber das macht nichts. Mutig bahnt sich der Fiat den Weg durch Kreisverkehre, bei denen man immer laut die Ausfahrt mitzählen muss (een! twee! drie!), vorbei an Radarfallen, die immer rückwärts fotografieren, wegen den Motorradfahrern.
Dann sind wir da. Also eigentlich nicht, aber wir holen Anki ab. Anki ist da. Anki sieht wesentlich wacher aus als wir, oder zumindest als ich und Eddy. Aber sie ist wohl auch besser geschminkt als wir. Höhö.
Eddy, Anki und Judith malen Smileys in die Heckscheibe des Japaners. Ich bin zu müde für derlei Ritualgedöns. (Red John oder so ist doch eh nur von Vodafone geklaut!)
Langsam verschwindet Tilburg im Rückspiegel und wird, obwohl man nicht glauben kann, dass es möglich ist, noch viel viel kleiner.
Auf niederländischen Straßen fahren ist wie D..e...h...n....u.....n......g der Zeit. Es dauert bis man die 70er Zone durchfahren hat. Dann ist 90 erlaubt. Und dann nach ein paar Metern (aber 20 Radarfotokästen) ist man wieder bei 70.
Wir sind dann wer weiß wie lange unterwegs.
Aber wir kommen an, und eigentlich liege wir verdammt gut in der Zeit. Ich weiß nicht in welcher, aber man sagt das ja so. Wir legen dann an. Der Hafen heißt Sloterdjk und ist natürlich schon wegen dem Namen der tollste Park and Ride Motherfucker on Earth.
Später stellt sich zwar heraus, dass Sloterdjk ein Sack ist, aber dazu später mehr.
Wir müssen dem Holländer im Häuschen für 6 Euro eine doofe Karte und vier tolle Bahntickets abkaufen. Damit so sagt man kommt man weg von Sloterdjk zum Zentralbahnhof. Aber nicht woanders hinfahren!

Ab hier ist die Reise auch total fotografisch dokumentiert (selbstverständlich bin ich nirgendwo zu sehen, think a little whil about perspectives!):


Vertrekte Tafel!

Wir nehmen den Zug. Der Zug sieht aus wie überall. Überhaupt sieht hier alles aus wie überall. Und dafür all der Weg! Aber dann: Hauptbahnhof! Ta Da.
Kleiner als der von Düsseldorf. Ähm.... Okay die fahren ja auch alle Fahrrad. Von Bahnen wird man in Amsterdam nur überfahren. Aber ich greife schon wieder vor.
Wir sind also jetzt in einer uns bis jetzt unbekannten Stadt. Und wir wären keine guten Touristen, wenn wir uns nicht eine Karte kaufen würde, um darauf wild Kreuze zu machen.


2 Euro wollen die für die Karte. Um uns herum stehen viele Menschen, die genauso wie wir von dem großen T-Info Schild angezogen worden sind. Viele Nationen vereinen sich hier. Und kaufen Karten. Wie peinlich früher haben Nationen Grenzen auf Karten verschoben, heute nicht.
Dann ruft ein offentsichtlich freundlicher Holländer auf nederenglisch: "Everybody that waits for the free city guide tour trip whatever follow me!"
Wir bleiben stehen. Ich persönlich bleibe noch mehr stehen, ich gehe keinen Reisegruppenführern ohne rotem Regenschirm nach. Das ist prinzipiell so.
Dann plötzlich passiert etwas tolles. Ein Dreiergespann von sichtlich coolen hiphophörenden Amsterdamer Jugendlichen läuft vorbei und einer, offentsichtlich der coolste von allen ruft:"Everyone that wants to suck cock follow me!" Dann geht er weiter. Ich lache.
Aber er hat auch keinen Regenschirm. Zumindest nicht sichtbar.

Dann zeigt uns Judith ihre schönen Mittelfinger. Völlig logisch.

Nach einem Blick auf die Karte, die nun schon von Kreuzen gezeichnet ist, erkennen wir langsam wo wir hin wollen.


Wir gehen also los und finden heraus, dass wir nicht gut sind darin nach Karte zu gehen.
Aber das macht nichts, denn dann finden wir die innere Innenstadt. Eine Gasse. Wir betreten eine Gasse. Das muss es sein, das ist also das Amsterdam. Es ist wirklich schön.
Der Himmel ist blau und alles Häuser haben schöne Giebel. So ist das.


So gehen wir getragen von unseren müden Füßen durch sich windenden Gäßchen. Nur um dann auf ein schwarzes felliges Etwas zu treffen, das ganz zutraulich auf einem Stromkasten direkt am Wegesrand sitzt.
Ich rufe "Mieeetzekatze!" und freue mich wie ein Waldpilz.
Dann übernimmt Anki die Funktion des wissenschaftlichen Offiziers und erkundet die fremde Spezies, die ich soeben in einem Anfall von Heurekarismus schon auf den Namen Mietzekatze getauf habe, näher zu untersuchen. Das sieht dann so aus:

Ich beschließe, nun etwas demütiger, ob dieser Erfahrung, das Wesen auf den Namen "Killermau" zu taufen.

Dann finden wir eine Bäckerei. Es gibt Daue Eckberts (haha!) Kaffee und man kann sich aus tausend verschieden aussehenden Hefeteilchen eins aussuchen, von dem man sich dann einbilden kann, es schmecke anders als die anderen.

Kleine Randnotiz in Randstad:
Das einzig bleibende Deutsche sind ja doch nur Bäcker.
Und Goethe. Aber es lebt sich gut bei Brot und Goethe.


Ich verzichte auf das Hefeteilchen, weil ich mich noch zu gut an das Pappkartonbrot erinnere.
Aber der Kaffee schmeckt toll, und da wo wir uns niederlassen sieht es auch ganz nett aus.

Wir sind sehr gut gelaunt.

Hier sind alle gut gelaunt.






Was dann passierte erfahrt in Teil 2 des großartigen "Reiseberichts ohne Gewähr".....